Montag, 28. Februar 2011
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EnviTec Biogas AG erhält erstmals Aufträge aus Spanien

Vertrag über den Bau von drei Biogasanlagen treibt internationale Expansion voran

Lohne, den 28. Februar 2011 – Biogas setzt sich auch bei den europäischen Nachbarn immer mehr durch. Von diesem Trend profitiert Europas Branchen- und Technologieführer im Bau von Biogasanlagen: Die EnviTec Biogas AG aus dem niedersächsischen Lohne hat in Spanien einen Vertrag über den Bau von drei Biogasanlagen abgeschlossen. Mit dem Markteintritt in Spanien treibt das Unternehmen seine internationale Expansion voran.

Im spanischen Bilbao hat EnviTec Biogas eine 100-prozentige Tochtergesellschaft gegründet, um von dort aus Kunden in Spanien, Portugal und Lateinamerika zu betreuen. Erster Kunde ist der spanische Konzern Desarrollos Industriales Alternativos Daldur, kurz Daldur, der sich auf Erneuerbare Energien spezialisiert hat. Von Daldur hat EnviTec den Auftrag erhalten, drei Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von jeweils 500 kW in der autonomen Region Kastilien-León (Castilla y León) zu errichten. Als Inputstoffe dienen in den drei neuen Biogasanlagen in erster Linie Schweinegülle, Energiepflanzen und Traubentrester. Auch andere biogene Reststoffe dürfen zum Einsatz kommen, denn in Spanien ermöglicht der Gesetzgeber Biogasanlagenbetreibern eine vergleichsweise hohe Flexibilität.

Die Anlagen sollen in den nächsten Monaten in den Orten Villanubla und Medina del Campo (beide in der Provinz Valladolid) sowie La Baneza (Provinz Leon) entstehen und möglicherweise weitere Aufträge von Daldur nach sich ziehen. „Wir sind sehr froh, mit Daldur den idealen Partner für den Ausbau unserer Aktivitäten in Spanien gefunden zu haben und verhandeln bereits über weitere Projekte“, sagt Roel Slotman, für den internationalen Vertrieb zuständiges Vorstandsmitglied der EnviTec Biogas AG.

Beim Ausbau der landwirtschaftlichen Biogasproduktion steht Spanien noch ganz am Anfang, die Potenziale sind jedoch riesig. Das Erfolgsrezept ist wie in Deutschland ein Erneuerbare-Energien-Gesetz, das den Netzzugang für Strom aus regenerativen Energieanlagen garantiert, langfristige Vergütungen festlegt und Investoren sowie Anlagenbauern auf diese Weise die notwendige Planungssicherheit gibt. Bei Biogas sind abhängig von der Anlagengröße, der eingesetzten Inputstoffe und einer Verwendung der im Blockheizkraftwerk (BHKW) anfallenden Wärme bis zu 16 Cent pro Kilowattstunde vorgesehen. Der jeweilige Vergütungssatz wird zunächst für 15 Jahre garantiert und sinkt dann in der Folge.

Die spanische Regierung schätzt, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch in Spanien im Jahr 2020 bei rund 22,7 Prozent liegen wird. Damit übertreffen die Spanier das 2010 beschlossene EU-Klimaschutzziel „2020“, das beim Endenergieverbrauch eine Quote von 20 Prozent vorsieht. „Zur der vorbildlichen Klimapolitik Spaniens trägt der Ausbau der Energieproduktion aus Biogas entscheidend bei. Wir freuen uns, dass wir daran mit unserer umfassenden und langjährigen Erfahrung im Biogasanlagenbau von Anfang an teilhaben können“, so EnviTec-Vorstandsmitglied Roel Slotman.

Über EnviTec Biogas AG

Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Die Niedersachsen sorgen für den biologischen und technischen Service, bieten außerdem das gesamte Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. Für die weltweit größte Anlage zur Produktion von Biogas in Erdgasqualität mit einer thermischen Anschlussleistung von 55 MW im mecklenburg-vorpommerischen Güstrow hat EnviTec die wesentlichen Anlagenbestandteile geliefert. Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. Das Unternehmen ist inzwischen europaweit in 15 Ländern und darüber hinaus in Indien vertreten. Im Jahr 2009 hat EnviTec einen Umsatz von 120 Mio. Euro und ein EBIT von minus 0,5 Mio. Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt die EnviTec-Gruppe derzeit 420 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec Biogas am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Pressekontakt:   
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