Rudie Denissen - Besitzer eines landwirtschaftlichen Großbetriebs

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Rudie Denissen nutzt die Wärme seiner Biogasanlagen um Gewächshäuser zu beheizen

Gemeinsam mit seiner Frau betreibt Rudie Denissen in Mecklenburg-Vorpommern einen hocheffizienten, ca. 1000 ha großen Betrieb. Um konkurrenzfähige Produkte zu bewährter Qualität anbieten zu können, setzt Familie Denissen auf Verfrühung: Sie bauen Spargel auf beheizten Feldern bzw. Erdbeeren im Folientunnel an. Die dazu notwendige Wärme liefern die beiden Biogasanlagen.

Familie Denissen entschied sich 2005 für die erste Biogasanlage, die sie zusammen mit EnviTec Biogas realisierten. Im Jahr 2007 folgte die zweite Anlage. Beide Biogasanlagen zusammen erzeugen heute ca. 1.000 kW elektrisch die Stunde und werden mit der Gülle der eigenen Rinder und Silage aus selbstangebautem Mais betrieben. Heute gehören fast 1000 ha Land, 620 Milchkühe und 600 Stück Jungvieh zum Bestand des Hofs.

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Die in den Ställen anfallende Gülle wird als Inputmaterial genutzt

Die Biogasanlage Denissen in Wöbbelin

Die Biogasanlage ist mit einem Computersystem ausgestattet, das den Betrieb der Anlage selbständig regelt und überwacht. In den beiden Biogasanlagen werden nur nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft sowie die gesamte auf dem Betrieb anfallende Gülle eingesetzt. Die Silage wird zusammen mit der betriebseigenen Gülle in einem 6 m³ Anmischbehälter vermengt und in den Fermenter gepumpt. Dieser gasdichte Behälter hat ein Nettovolumen von ca. 2500 m³ und ist mit einer Heizung ausgestattet. Bei einer geregelten Temperatur von etwa 37°C vergären die Methanbakterien das Substrat zu Biogas und zu einem hochwertigen landwirtschaftlichen Dünger, dem Gärrest.

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Die Heizungsanlage sorgt für ein gleichbleibendes Klima im Gewächshaus

Keine Emissionen – gut für Umwelt und Umfeld

Das entstehende Biogas wird nach Kühlung und Entschwefelung direkt in einem Blockheizkraftwerk verbrannt und durch einen Generator in elektrischen Strom und Wärme umgewandelt. Das bei der Verbrennung des Biogases freiwerdende CO2 wurde vorher von den Pflanzen aus der Atmosphäre entnommen. Da die Biogasanlagen CO2-neutral Strom erzeugen, bleibt der Umwelt durch diese beiden Anlagen die Produktion von über 4000 t CO2 pro Jahr erspart. Das vergorene Substrat wird in den beiden 4130 m³ großen Gärrestspeichern bis zur landwirtschaftlichen Verwertung zwischengelagert. Durch die Vergärung in der Biogasanlage verliert die Gülle ihren typischen Geruch und ist in der Düngung mit verbesserter Nährstoffausnutzung einzusetze.

Beispielhafte Effizienz auf dem Hof Denissen

Die konsequente Abwärmenutzung auf dem Hof Denissen zeigt das gesamte Potential, das Biogas bietet. Der Strom wird zu 100% in das örtliche Versorgungsnetz eingespeist. Das anfallende Kühlwasser, welches als 80 – 90°C warmes Wasser ganzjährig zur Verfügung steht, wird unter anderem zum Heizen der Gebäude und des Tomatengewächshauses eingesetzt.

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