Neues GEG bietet vielversprechende Chancen für Alleskönner Biomethan

Mit Biomethan Umwelt schonen und Zuschüsse generieren

Lohne/Saerbeck, 26. Oktober 2020: Neue, wirtschaftliche Möglichkeiten für Bioenergie bietet mit Stichtag zum 1. November 2020 das Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude – kurz GEG.  „Das neue GEG hält vor allem im Wärmesektor vielversprechende Chancen für unsere Branche parat“, erklärt Frank Hinken, Geschäftsführer der EnviTec Energy GmbH & Co. KG. Durch die Zusammenführung des bisherigen Energieeinsparungsgesetzes (EnEG), der Energieeinsparverordnung – EnEV - und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in ein aufeinander abgestimmtes Regelwerk werden einheitliche energetische Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden geschaffen.

Das Gesetz dient vor allem der Umsetzung der EU- Gebäuderichtlinie, die dazu verpflichtet, ab 2021 alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude zu errichten. Für Bauten der öffentlichen Hand gilt diese Pflicht bereits seit 2019. Nach der Richtlinie muss der Energiebedarf jedes Gebäudes sehr gering sein und soll zu wesentlichen Teilen aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Daher legt das GEG erstmals eine einheitliche Formel fest, wie der Primärenergiebedarf eines Gebäudes berechnet wird – dabei werden die jeweiligen Energieträger mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Steinkohle verglichen. Je geringer der Primärenergiefaktor, desto ökologischer der Energieträger. Klimafreundliches Biogas wird nun mit einem Faktor von 0,7 angesetzt. „Das war leider keine Selbstverständlichkeit“, sagt Hinken, noch in den ersten Entwürfen des Gesetzes sei der Wert mit dem von Erdgas und Steinkohle (Faktor 1,1) gleichgesetzt gewesen. 

Die willkürliche technologische Diskriminierung des erneuerbaren Energieträgers Biomethan habe damit ein Ende und Biomethan werde künftig auch bei der Nutzung in Brennwertkesseln zur Erfüllung der Nutzungspflicht erneuerbarer Energien im Neubau anerkannt, so auch Olaf von Lehmden, CEO der EnviTec Biogas Gruppe: „All diese Änderungen im neuen GEG machen den Einsatz von Biomethan für die Verbraucher attraktiver und ermöglichen ihnen, mit gutem Gewissen klimafreundlich zu heizen und so einen aktiven Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen im Wärmesektor zu leisten.“

Doch nicht nur für den Endverbraucher wird die Nutzung von Biogas attraktiver durch das GEG, sondern vor allem auch für Investoren. In einer Berechnung zur Wärmeversorgung eines acht Wohneinheiten zählenden Neubaus nach KFW-55 Standard, punktet in einem Vergleich zwischen Luftwärmepumpe mit gefördertem Wärmepumpen-Strompreis, Luftwärmepumpe ohne geförderten Wärmepumpen-Strompreis und Brennwertkessel mit Biomethan-Betrieb die letztere Alternative. „Stellt man hier die Investitions- und Energiekosten über einen Zeitraum von zehn Jahren gegenüber, ist die Biomethanvariante mit einer Ersparnis von mehr als 7.000 Euro im Vergleich zur Luftwärmepumpe mit gefördertem Strompreis eindeutig die wirtschaftlich beste Variante“, so von Lehmden. 

„Als vollintegrierter Hersteller, Betreiber und Händler von Biogasanlagen- und -erzeugnissen, möchten wir vor diesem Hintergrund vor allem Projektentwickler, Architekten und Stadtwerke ansprechen“, erklärt Hinken weiter. Gerade Stadtwerke und Kommunen nehmen eine wichtige Vorbildfunktion im Vorantreiben der Klimaziele durch das neue Gesetz ein. Sie verfügen im Rahmen von Wärmeerzeugung und -vertrieb über verschiedene Alternativen, Klimaschutz stärker in die eigene Geschäftstätigkeit zu integrieren – und sei es „nur“ durch den Bezug von Biomethan. 

Der Biogas-Allrounder EnviTec gehört zu den Pionieren der Branche und ist durch sein breites Portfolio in der Biomethan-Lieferung unabhängig von unsicheren Liefer- und Marktbedingungen. Biomethan ist langfristig extrem preisstabil und daher besonders attraktiv für Großkunden wie Gemeinden oder öffentliche Einrichtungen, die so besser kalkulieren können. „Zudem senkt sein Einsatz beispielsweise in KWK-Anlagen den Primärenergiefaktor und lässt so Baukosten schrumpfen und Zuschüsse wachsen“, so Hinken weiter.

Weitere Informationen zum neuen GEG:
https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/bauen/energieeffizientes-bauen-sanieren/energieausweise/gebaeudeenergiegesetz-node.html
http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP19/2553/255322.html


Über die EnviTec Biogas AG

Die EnviTec Biogas AG deckt als Biogas-Allrounder die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung und Aufbereitung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. EnviTec betreibt 76 eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogasproduzenten Deutschlands. Die Geschäftstätigkeit umfasst zudem die direkte Vermarktung von aufbereitetem Biomethan sowie die Strom- und Regelenergievermarktung. Das Unternehmen ist weltweit in 16 Ländern mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros, strategischen Kooperationen und Joint Ventures vertreten. Im Jahr 2019 erzielte die EnviTec-Gruppe einen Umsatz von 213,6 Mio. Euro und ein EBT von 10,3 Mio. Euro. Insgesamt beschäftigt die Gruppe derzeit über 450 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist die EnviTec Biogas AG an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.


Kontakt:
Katrin Hackfort
EnviTec Biogas AG
Tel: +49 25 74 88 88 - 810
E-Mail: k.hackfort@envitec-biogas.de