11 Tipps für den Wintercheck

Die Anlage? Läuft sicher, auch im Winter!

Der Winter steht bevor und damit ist es Zeit, Ihre Biogasanlage auf die kalten Monate vorzubereiten. Schließlich stellen sinkende Temperaturen, Wind und Schneefall den zuverlässigen Betrieb Ihrer Anlage auf eine besondere Probe. Um auch die Sicherheit für Sie und Ihre Mitarbeiter zu maximieren, haben wir unsern Wintercheck auf den neusten Stand gebracht. Dieser 11-Schritte-Plan enthält alle kritischen Aspekte, die es aus der Erfahrung unser selbst betriebenen 89 Anlagen zu beachten gilt. Unseren Wintercheck erhalten Sie hier kostenfrei zum Download und zum Verteilen. Damit auch Ihre Anlage fit für den Winter ist!

 

1. Eintragssystem

  • Regelmäßig Eintragssystem checken: Gefrorene, großteilige Schollen haben dort nichts zu suchen, da dadurch einzelne Anlagenteile beschädigt werden können!
  • Bei Eintragsbunkern mit Deckel ist darauf zu achten, dass dieser bei starkem Wind ordnungsgemäß geschlossen ist.

2. Über- und Unterdrucksicherung

  • Eine tägliche Kontrolle der Sperrflüssigkeit auf Kondensatbildung und ausreichende Konzentration ist im Winter zwingend erforderlich! Dies sichert einen ausreichenden Wirkungsbereich auch in der kalten Jahreszeit.
     
  • Setzen Sie für die Über- und Unterdrucksicherung kein Frostschutzmittel für Scheibenwaschanlagen ein. Das Frostschutzmittel muss eine Frostsicherheit von mind. -30 °C gewährleisten. Passen Sie ggf. das Frostschutzmittel den Witterungsverhältnissen an. Achten Sie dabei auf ein korrektes Mischungsverhältnis von Frostschutzmittel und Wasser nach Empfehlung des Herstellers. 
     
  • Auf eine ausreichende Durchmischung der Flüssigkeit innerhalb der Sicherung ist zu achten, da es nicht auszuschließen ist, dass sich Kondensatschichten auf der Sperrflüssigkeit ansammeln und einfrieren können. 
     
  • Gegebenenfalls ist die Flüssigkeit witterungsbedingt abzulassen, neu zu vermischen und wieder aufzufüllen. Weitere Infos hierzu gibt es auch in den Vorgaben der Dokumentation.

3. Substrat- und Gülleleitungen sowie Probe- und Notentnahme

  • Nicht isolierte Komponenten sind bei Frost zu schützen. Ein unzureichender Schutz ruft Blockaden hervor, die zu Ausfällen führen können.

4. Druckluftkompressor

  • Bei nicht vorhandener Entwässerungsautomatik muss die Anlage häufiger entwässert werden, da in der kalten Jahreszeit mehr Konden- sat entsteht. Eine automatische Entwässerung muss ebenfalls entsprechend
    regelmäßig geprüft werden.

5. Gasleitungen inklusive Gasabsperrarmaturen

  • Täglicher Check, ob freiliegende Gasleitungen aufgrund von Kondensataufkommen eingefroren sind. Ggf. müssen diese isoliert und begleitend beheizt werden.

6. Begleitheizung und Dämmung

  • Die gedämmten und mit Begleitheizung versehenen Anlagenteile regelmäßig auf ordnungsgemäßen Zustand und Funktion prüfen!

7. Behälter-Dachsysteme

  • Dachsysteme auf ordnungsgemäßen Zustand prüfen, bei starkem Regen oder Schnee die zulässigen Dachlasten beachten.
     
  • Wassersäcke vermeiden, auch an Regenschürzen denken!

8. Dach- und Bodeneinläufe

  • Dach- und Bodeneinläufe müssen täglich unter die Lupe genommen werden, um Geh- und Fahrflächen von Wasser und Eis frei zu halten.

9. Gebäude/Einhausungen

  • Bei starkem Frost ist darauf zu achten, dass Bereiche, in denen Frostfreiheit herrschen muss, geschlossen sind. Hier sollten auch Frostwächter angeschlossen und auf die entsprechende Temperatur eingestellt sein.
     
  • In geschlossenen Bereichen ist die erforderliche Belüftung und Raumluftüberwachung zu prüfen.

10. Not- und Gemischkühlsystem

  • Das Not- und Gemischkühlsystem auf Frostsicherheit prüfen.

11. Außenbereich

  • Achtung vor losen Teilen: Diese können bei starkem Wind umherfliegen und für unnötigen Schaden an der Anlage sorgen.
     
  • Allgemeiner Winterdienst: Achten Sie darauf, dass alle Wege geräumt, enteist und rutschfrei sind.

 

ALLES GECHECKT? Dann ist Ihre Anlage fit für den Winter und sicher für Betreiber und Mitarbeiter!