Großes Marktpotenzial für grüne Energien
Lohne/Saerbeck - Europa will bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden. Vor allem nordeuropäische Länder wie Litauen investieren deutlich in erneuerbare Energien und nachhaltige Lösungen. Ein Vorreiter im Bereich der Bioenergie ist der EnviTec-Kunde Citrone. Der Milchvieh- und Molkereibetrieb im Bezirk Šakiai realisiert mit staatlicher Förderung eine neue Biogasanlage samt Gasaufbereitung. „Für den Bau der Gasaufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 675 Nm³/h Biomethan setzt unser Kunde auf die umfassende Expertise unseres EnviTec Biogas-Teams mit der Membrantechnologie EnviThan“, sagt Egidijus Semeta, Service Manager der aus Riga agierenden EnviTec Biogas Service Baltic SIA.
„Solche Investitionen sind ein wichtiger Schritt für die baltische Region, um den Einsatz fossiler Brennstoffe zu reduzieren“, so Semeta weiter. Zwar haben sich Litauen, Estland und Lettland bereits 2022 von Gasimporten unabhängig gemacht, jedoch möchte man auch in anderen Sektoren die Dekarbonisierung vorantreiben. So habe das Verkehrsministerium bereits 2024 eine gemeinsame Erklärung mit Deutschland und Japan unterzeichnet, in der die Förderung der Entwicklung und Nutzung von E-Kraftstoffen mit nahezu null CO2-Ausstoß vereinbart wurde.
Die von EnviTec am Standort Saerbeck produzierte Gasaufbereitungsanlage befindet sich aktuell in der Fertigung und wird pünktlich entsprechend der Förderungsrichtlinien vor dem 30. April 2026 geliefert. Nach Installation aller Komponenten und Inbetriebnahme wird die Anlage in die örtliche Gashochdruckleitung einspeisen. „Das aus Rindergülle und -mist erzeugte Biomethan ist für den Export vorgesehen und kann auch im Kraftstoffmarkt eingesetzt werden“, ergänzt Stefan Laumann, Abteilungsleiter Gasaufbereitung von EnviTec Biogas.
Der aus Lohne und Saerbeck weltweit agierende Mittelständler ist bereits seit mehr als 15 Jahren eine etablierte Größe im baltischen Markt und punktet nicht nur mit seinem Know-how in der Planung und Umsetzung von Biogas- und Gasaufbereitungsprojekten, sondern auch durch das Angebot eines lokalen und umfassenden Serviceangebots. „Allein zwischen 2009 und 2013 haben wir sieben Anlagen in Lettland erbaut, vier weitere Gasaufbereitungsprojekte kamen seit 2019 in Estland dazu“, resümiert Laumann.


