Kunde speist künftig ins Netz des größten philippinischen Stromversorgers ein
Lohne/Saerbeck - Premiere für EnviTec Biogas auf den Philippinen: Durch die Vertragsunterzeichnung mit der First Quezon Biogas Corporation (FQBC) knüpft das niedersächsische Unternehmen nahtlos an seine 2018 begonnen Schritte auf dem philippinischen Biogasmarkt an. Die 1,4 MW-starke Biogasanlage gehört einer landwirtschaftlichen Kooperative von 14 Geflügelhaltern in Candelaria, Provinz Quezon. Sie soll ab Juni 2026 erstmals ins örtlich vorhandene Stromnetz von Meralco, dem größten Stromversorger des südostasiatischen Insel-Archipels, einspeisen.
„Der Vertrag ist ein wichtiger Durchbruch. Wir stellen damit unsere erste Referenzanlage in der Republik der Philippinen fertig. Wir können nun unsere besonderen Fähigkeiten im wichtigen Markt für Geflügelmist vor Ort demonstrieren und sehen bereits Interesse für Folgeprojekte“, erklärt Thomas Wagner, Leiter des EnviTec Repräsentanzbüros für Südostasien in Jakarta.
Das Projekt wurde bereits 2018 begonnen und dann wegen eines Investorenwechsels unterbrochen. Der Vertrag wurde nun mit der neuen Investorengruppe unterschrieben. Die erfolgreiche Fortsetzung des Baus beweist, dass sich Geduld und eine stetige sowie langfristige Präsenz in der Region letztlich auszahlt.
Beweis für Nachhaltigkeit und Qualität
Vor Ort sind bereits zwei Fermenter mit je 5250 m³ Fassungsvolumen, der Biogasmotor samt Transformator sowie Fahrsilo, Gärrestlagune und Annahmehalle für den Geflügelmist vorhanden. „Wir haben die vorhandene Substanz bereits untersucht und können jetzt nahtlos an die damals unterbrochene Arbeit anknüpfen - ein Beweis für Nachhaltigkeit und Qualität unserer Ausführung. Im ersten Quartal 2026 beginnen wir dann mit dem Einbau der Fermenterausstattung, Dächer, Pumpen, Gärrestbehandlung und Anlagensteuerung“, ergänzt Thomas Wagner.
Die Anlage, die künftig mit Geflügelmist der 4,5 Millionen vom Kunden gehaltenen Hähnchen und Reisstrohsilage betrieben wird, soll neben grünem Strom auch hochwertigen Biodünger produzieren. „Damit entsteht für uns als Betreiber und die Umwelt eine echte Win-Win Situation“, erklärt Albert Alquiros, Mitglied der Unternehmensführung von FQBC. Neben der nachhaltigen Entsorgung des Geflügelmists gemäß gesetzlicher Vorschrift werde zudem die Umweltbelastung durch modernste Technologie zur Geruchskontrolle minimiert und lokale Haushalte mit kostenfreiem und vor allem erneuerbarem Strom versorgt.
„Die Anlage gewährleistet damit nicht nur eine nachhaltige Abfallwirtschaft für uns als Geflügelzüchter, sondern speist auch erneuerbare Energie direkt in das nationale Stromnetz ein,“ sagt Sammy De Jesus, Präsident von FQBC. Aktuell werden bereits Erweiterungspläne diskutiert. „Künftige Ausbauphasen könnten eine Erweiterung der aktuellen Kapazität und die Übertragung des Modells auf andere Regionen des Landes umfassen“, resümiert Thomas Wagner.


