Landwirtschaftlicher Betrieb erweitert sein Portfolio um Biomethan
Portfolioerweiterung, sichere Einnahmen, grüne Energie – drei starke Argumente, die den Ackerbau- und schweinehaltenden Betrieb Timphaus in Lohne schon 2011 dazu bewegten, zusätzlich zur Schweinehaltung auf das Multitalent Biogas zu setzen. „Die auf 20 Jahre gesicherten Einnahmen durch Biogas konnten damals bei vielen Betrieben die schwankenden Einnahmen aus der Landwirtschaft wettmachen und überzeugten auch Familie Timphaus, den Weg zu erneuerbaren Energien mit uns zu gehen“, erklärt Christian Eilert, zuständiger Vertriebsleiter bei der EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG.
Nun geht der Kunde den nächsten Schritt. Nach 15 Jahren EEG erweitert die Betreiberfamilie ihre Anlage um eine EnviThan-Gasaufbereitung. „Die Bauarbeiten zu der 561 Nm³/h EnviThan-Anlage wurden im Januar gestartet. Wenn alles reibungslos läuft, rechnen wir mit der Ersteinspeisung schon im Oktober dieses Jahres“, so Eilert weiter. Sämtliche Anlagenmodule werden aktuell in der firmeneigenen Fertigungshalle in Saerbeck vorgefertigt, getestet und dann nach erfolgreichem „Factory Acceptance Test“ nach Lohne auf die Baustelle transportiert.
Im Zuge der Genehmigung für die Gasaufbereitung hat der Kunde auch eine Erweiterung seiner gesamten Biogasanlage mit bewilligen lassen, die es ihm ermöglicht, zusätzliche Mengen an Inputstoffen (Mist und Gülle) einzusetzen und somit mehr Biogas erzeugen zu können. „Das ermöglicht uns, sowohl flexibel Strom zu erzeugen als auch Biogas zu Biomethan aufzubereiten und ins Gasnetz einzuspeisen“, erklärt Franz Timphaus, Geschäftsführer der Timphaus Erneuerbare Energien (TEE) GmbH & Co. KG.
Der Zubau der Anlage ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, die der Kunde ergriffen hat, um sein Konzept konsequent am Markt auszurichten. Die von EnviTec Biogas damals erbaute privilegierte Biogasanlage mit einer Leistung von 549 kW elektrisch wurde bereits 2020 um ein zusätzliches Flex-Blockheizkraftwerk mit 1.500 kW elektrischer Leistung ergänzt. So kann die Verstromung flexibler gestaltet und noch dazu Zusatzerlöse generiert werden, indem der Betrieb dann Strom produziert, wenn er am Markt gebraucht wird.